Worum geht es beim Handel mit Treibhausgasquoten?

Wenn die Bundesrepublik Deutschland die gesetzten Klimaschutzziele erreichen will, müssen die CO2-Emissionen auch im Verkehrssektor sinken. Das Problem: Während die Bundesrepublik die Energiewende in einigen Sektoren erfolgreich vorantreibt, sind die Treibhausgasemissionen des Verkehrssektors in den letzten 20 Jahren nahezu konstant geblieben. Mineralölkonzerne, die in Deutschland CO2- verursachende Kraftstoffe in Umlauf bringen wollen, dürfen nur eine bestimmte Menge an Treibhausgasen ausstoßen. Für jede Tonne CO2, für die sie zusätzlich verantwortlich sind, müssen sie ab 2022 eine Strafe zahlen. Die Mineralölkonzerne können jedoch Bußgelder vermeiden und diese durch den Kauf von THG-Quoten - also eingespartem CO2 - von Dritten kompensieren.

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Was sind Treibhausgase?

Treibhausgase befinden sich in der Erdatmosphäre und hemmen die Wärmestrahlung, von der sie einen Teil an die Erdoberfläche zurückstrahlen. Das wichtigste vom Menschen verursachte Treibhausgas ist Kohlendioxid (CO2). Die größte Quelle von Treibhausgasemissionen wird durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe für Strom, Wärme und Transport verursacht. Der Verkehrssektor verursacht den größten Anteil an den Treibhausgasemissionen. Die Treibhausgasemissionen des Verkehrssektors stammen hauptsächlich aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe für unsere Autos, Lastwagen, Schiffe, Züge und Flugzeuge. Über 90 Prozent der für den Verkehr verwendeten Kraftstoffe sind erdölbasiert, vor allem Benzin und Diesel.

Außer Kohlendioxid (CO₂), das vor allem bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe entsteht, sind auch Methanemissionen (CH₄) aus gasförmigen Energieträgern und Distickstoffoxid (N₂O) aus dem Biomasseanbau relevant. Auch Nebenerzeugnisse, die bei Herstellungsprozessen anfallen, müssen berücksichtigt werden, etwa wenn Presskuchen aus der Verarbeitung von Rapspflanzen das Kraftfutter auf Sojabasis in der Viehzucht ersetzt. Unter dem Begriff CO₂-Äquivalent werden die Treibhausgase Kohlendioxid (CO₂), Methan (CH₄) und Distickstoffoxid (N₂O), auch bekannt als Lachgas, nach ihrer jeweiligen Klimawirkung im Vergleich zu Kohlendioxid zusammengerechnet

Jährliche Treibhausgasemissionen in Deutschland
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Quelle: Umweltbundesamt - Presseinformation 07/2021 vom 15.03.2021

Der Verkehrsbereich steht vor besonderen Anstrengungen, eine umweltverträgliche und klimagerechte Mobilität zu ermöglichen. Entscheidende Faktoren sind dabei die Entwicklung des Endenergiebedarfs und die in den verschiedenen Verkehrsbereichen eingesetzten Antriebe und Energieträger. Die Reduzierung der Treibhausgasemissionen ist eine Aufgabe, der sich auch der Straßenverkehr stellen muss.

Warum die Quotenregelung den Umstieg auf alternative, klimafreundliche Kraftstoffe fördert:

  • Akteure, die auf alternative Kraftstoffe umsteigen, erhalten einen entsprechenden Anreiz.
  • Unternehmen, die Quoten unterliegen, müssen dagegen Treibhausgasquoten kaufen. Die daraus resultierenden Kosten werden auf die Preise für fossile Brennstoffe umgelegt. Auch Benzin und Diesel werden immer teurer - und damit immer unattraktiver.
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    Entwicklung und Wirkungsweise der THG-Quote von 2006 bis heute

    Das Quoteninstrument wurde in der Bundesrepublik Deutschland erstmalig im Jahr 2006 als energetische Biokraftstoffquote eingeführt. Diese verpflichtete die Kraftstoffunternehmen, einen definierten energetischen Mindestanteil an Biobrennstoffen zu verwenden. Dadurch und durch weitere Fördermaßnahmen (z.B. befristete Energiesteuerermäßigung für biogene Reinkraftstoffe) ist der Anteil der Biokraftstoffe in Deutschland bis 2007 gestiegen. Neben den verhältnismäßig geringeren Anteilen an Reinkraftstoffen wurde die Quote vor allem durch die Beimischung von Biokraftstoffen zu Otto- und Dieselkraftstoffen realisiert.

    Die ab 2015 geltende THG-Quote löste die energetische Biokraftstoffquote ab. Entscheidend ab diesem Zeitpunkt ist die jeweils erreichte THG-Minderung. Quotenverpflichtete, d.h. Inverkehrbringer von Otto- und Dieselkraftstoffen für den Straßenverkehr, müssen nun gewährleisten, dass die THG-Emissionen der von ihnen in Verkehr gebrachten fossilen Kraftstoffe sowie die THG-Emissionen der von ihnen in Verkehr gebrachten alternativen Kraftstoffe und Biokraftstoffe gegenüber einem festgelegten Referenzwert reduziert werden (3,5 % ab 2015, 4 % ab 2017 und 6 % ab 2020). Bei Nichteinhaltung sind Strafzahlungen für die Unterschreitungen zu erbringen. Es besteht die Möglichkeit, die eigene Verpflichtung durch vertragliche Vereinbarung auf Dritte zu übertragen (§ 37 a BImSchG Abs. 6). Dadurch hat sich der der THG Quotenhandel und somit auch unsere Plattform entwickelt.

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    Entstehung unserer Prämienplattform

    Theoretisch könnten Fahrer von Elektroautos die THG-Quote auch selbst beim Umweltbundesamt beantragen und diese anschließend an Kraftstoffunternehmen verkaufen. Aber in der Praxis macht dies jedoch wenig Sinn, da quotenpflichtige Unternehmen nur große Quotenmengen abnehmen, sonst lohnt sich der Verwaltungsaufwand nicht.

    Hier hilft Elektrovorteil.de

    Unsere Serviceplattform übernimmt die komplette Abwicklung von der THG Antragstellung bis hin zur Prämienzahlung. Der Prozess für Antragsteller ist denkbar einfach: Es muss lediglich der Fahrzeugschein auf hochgeladen werden. Ab hier regeln wir alles Weitere für Sie. Es werden die Treibhaus-Quoten beim Umweltbundesamt zertifiziert und an quotenpflichtige Unternehmen verkauft. Das Unternehmen prüft und strukturiert dabei die Eingaben mittels künstlicher Intelligenz. Alles natürlich unter Einhaltung höchster Daten-Sicherheitsstandards. Der Service ist für den Autofahrer kostenlos. Es werden lediglich 15% Verkaufsprovision einbehalten. So beträgt zum Beispiel die theoretische Auszahlung gemäß Marktpreis der THG-Quote 440€ (Stand Dezember 2021) pro e-PKW und Abzug der Provision von nur 15 %. Das ergibt eine Nettoausschüttung von 370€ jährlich.