18 cent/ kWh THG Prämie für öffentliche Ladepunkte, wie geht das?

  • 2022-08-16
  • THG Quote Allgemein



Mit öffentlichen Ladepunkten Zusatzprämie sichern

Wir haben tolle Neuigkeiten für Sie: Die Funktion "THG Prämie für Ladepunkte" wurde für Sie freigeschaltet.

Ab sofort können Sie die E-Mobilität in Deutschland weiter vorantreiben und von einer zusätzlichen Prämie profitieren.

 

Was müssen Sie dafür tun? Grundvoraussetzung ist, dass Ihr Ladepunkt als öffentlich bei der Bundesnetzagentur angemeldet ist (Hier geht es zum Online-Anmeldeformular). Die Anmeldung ist in wenigen Schritten erledigt (Ausfüllhinweise finden Sie weiter unten). Eine wesentliche Voraussetzung dabei ist, dass die Ladesäule erkennbar für Dritte mit einer ausreichenden Dauer öffentlich zugänglich ist. Somit tragen Sie aktiv zur Entwicklung der Ladeinfrastruktur in Deutschland bei und werden für Ihren Einsatz von uns mit einer Prämie von 18 Cent pro Kilowattstunde belohnt.


Laut Bundesnetzagentur sind Ladepunkte in Carports, Garagen, Garageneinfahrten oder sonstigen Stellplätzen von Privatpersonen zwar grundsätzlich keine öffentlich zugänglichen Ladepunkte, aber wenn dies ausdrücklich durch den Antragsteller gewünscht ist und Voraussetzungen erfüllt sind, können auch solche Ladepunkte öffentlich zugänglich gemacht werden. So gibt es bereits mehr als hundert von Privatpersonen betriebene Ladepunkte, die sogar im Ladesäulenregister der Bundesnetzagentur aufgeführt sind. Auch eine Datenschnittstelle ist NICHT erforderlich, sofern der Ladepunkt vor dem 01.03.2022 in Betrieb genommen wurde.

 

Den öffentlichen Nutzungszeitraum Ihres Ladepunktes bestimmen Sie selbst. Beispielsweise, wenn Sie gerade bei der Arbeit sind. Werden Sie Teil des Wandels und lassen Sie sich für Ihren Einsatz von uns belohnen!

 

Weitere häufig gestellte Fragen haben wir Ihnen hier beantwortet.



Ausfüllhinweise:

In einigen Fällen lehnt die Bundesnetzagentur die Ladepunktanmeldung trotz Erfüllung aller Voraussetzungen pauschal ab und bittet um eine erneute Anmeldung unter Berücksichtigung der bereits bekannten Bedingungen.












Häufig gestellte Fragen:

Werden meine Daten in Bezug auf meinen Ladepunkt veröffentlicht?

Es gilt zu unterscheiden: Eine Meldung als öffentlicher Ladepunkt heißt nicht, dass Ihre Daten zwangsweise veröffentlicht werden müssen. Eine Veröffentlichung Ihrer Daten passiert nur mit Ihrer Einwilligung. Sie können der Veröffentlichung Ihrer Daten im Online-Anmeldeformular unter dem Punkt „Allgemeine Angaben“ widersprechen. Die Daten werden dann nur zur Auftragsbearbeitung durch die Bundesnetzagentur genutzt und zu keinem Zeitpunkt veröffentlicht. Sprich: Ihre Adresse oder sonstige Daten werden NICHT ins Netz gestellt und veröffentlicht.

 

Kann ich eine THG Prämie für meinen Ladepunkt erhalten?

Sie können die meisten gängigen Bauarten von Ladesäulen anmelden. Einzige Voraussetzung: Die Ladesäulenverordnung muss erfüllt werden. Hierzu gehört insbesondere, dass die Ladesäule für Dritte öffentlich zugänglich ist. Damit gilt der Ladepunkt als „öffentlich“, unabhängig ob privater oder gewerblicher Nutzer.

 

Was genau heißt öffentlich zugänglich?

Es muss eine Nutzungsmöglichkeit der Ladesäule für Dritte bestehen. Ein Ladepunkt ist unter anderem öffentlich zugänglich, wenn er sich auf einem Privatgrundstück befindet und der Zugang für jeden potenziellen Nutzer möglich ist. Das bedeutet zwar nicht, dass die Ladesäule 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche nutzbar sein muss, eine ausreichende Dauer sollte jedoch sichergestellt werden.

 

Wie lange muss ich meinen Ladepunkt öffentlich zugänglich machen?

Sie können die Nutzungszeit Ihrer Ladesäule individuell festlegen, sodass das Aufladen z. B. nur temporär möglich ist. Sie können so etwa den Ladepunkt öffentlich verfügbar machen, wenn Sie gerade bei der Arbeit sind. Steht der Ladepunkt also mit einer gewissen Regelmäßigkeit und ausreichender Dauer zum Laden für Dritte bereit, ist das Kriterium der „Öffentlichkeit“ erfüllt. Pauschale Aussagen, wann dieses Kriterium erfüllt ist, können wir nicht treffen, da es hierzu keine Vorgaben gibt. Bitte beachten Sie jedoch, dass eine Öffnung für wenige Minuten am Tag nicht im Sinne des Gesetzgebers und auch nicht im Sinne der Förderung der Ladeinfrastruktur ist.

 

Benötige ich ein Bezahlsystem?

Nein, Sie können den Strom auch ohne Gegenleistung unentgeltlich abgeben. Das ist die unkomplizierteste Variante, hierfür müssen Sie auch keine weiteren Voraussetzungen schaffen (Bsp. Anmeldung eines Gewerbes, Eichrechtskonformität etc.).

 

Kann ich mehrere Ladezeiträume angeben?

Sie können beliebig viele unterjährige Zeiträume ab dem 01.01.2022 angeben. Die Abstände spielen dabei keine Rolle. Der Ladezeitraum muss in der Vergangenheit liegen. Die Ladezeiträume dürfen sich jedoch nicht überschneiden. Der Ladestrom kann während des laufenden Kalenderjahres oder spätestens bis zum 20.02. des Folgejahres angemeldet werden. Üblicherweise melden unsere Kunden ein bis zwei Ladezeiträume pro Jahr. Beispiel Ladezeitraum = 01.01.2022 bis 30.06.2022 // Abgegebener Ladestrom = 1.500KWh

 

Ich habe keinen eigenen Zähler an meiner Ladestation, kann ich trotzdem die THG Prämie beantragen?

Zur Beantragung der THG Prämie für Ladepunkte müssen Aufzeichnungen über den entnommenen Ladestrom geführt werden. Es gibt keine konkreten Anforderungen, in welcher Art und Weise diese Aufzeichnungen zu erfolgen haben. Unverbindliche Beispielmethoden sind: Zählerablesung, Screenshot aus der Ladepunkt-App oder Fahrzeug-App, Dateiexport Ladesäulen-Backend, Auswertung der Stromerzeugungsanlage (z.B. PV-Anlage), Ermittlung über Fahr- und Ladeprofil etc. Auf Nachfrage müssen diese Aufzeichnungen vorgelegt werden können.

 

Muss ich grundsätzlich einen Nachweis über den abgegebenen Ladestrom vorweisen?

Zur Nutzung unserer Funktion muss nur auf Nachfrage ein gesonderter Nachweis über den abgegebenen Ladestrom im jeweiligen Zeitraum erbracht werden. Grundsätzlich gilt für die Behörde als Nachweis die bei der Erfassung mitgeteilte Strommenge. Das Umweltbundesamt behält sich derzeit Stichproben vor, wenn Angaben nicht plausibel erscheinen und beispielsweise nicht in einem gewissen Zielkorridor liegen.







5 Kommentar

  • Thilo Kleiber
  • 25 Tage

Die Bundesnetzagentur hat am 6.9.2022 eine aktualisierte Klarstellung zur „öffentlichen Zugänglichkeit“ im Sinne der LSV veröffentlicht, nach der "Ladepunkte in Carports, Garagen, Garageneinfahrten oder auf sonstigen Parkflächen von Privatpersonen (natürlichen Personen) grundsätzlich keine öffentlich zugänglichen Ladepunkte sind". Dieser Hinweis erscheint direkt beim Aufrufen des Online-Anmeldeformulars. ¯\_(ツ)_/¯

  • Peter Schlusssat
  • etwa ein Monat

Ich bekam wie andere auch von der Bundesnetzagentur, dass meine Wallbox nicht öffentlich ist. Da sie es aber ist, habe ich einfach den Antrag nochmal ausgefüllt. Jetzt warte ich mal ab, was ich demnächst wieder von denen erhalte.

  • Hans-Peter Monden
  • etwa ein Monat

Wie auch schon andere hier schreiben, erhielt ich gestern die Info der Bundesnetzagentur wie folgt: "Die Bundesnetzagentur weist darauf hin, dass Ladepunkte in Carports, Garageneinfahrten oder auf sonstigen Parkflächen von Privatpersonen (natürlichen Personen) grundsätzlich keine öffentlich zugänglichen Ladepunkte sind. Um einen Ladepunkt auf privatem Grund öffentlich zugänglich zu betreiben, sind alle Anforderungen der LSV umzusetzen. Hierzu zählt auch, dass der Ladepunkt für einen ausreichend langen Zeitraum zur Verfügung gestellt wird, um den Zweck einer öffentlichen Ladeeinrichtung erfüllen zu können." Wie geht es weiter, macht es noch, wie von der Wie auch schon andere hier schreiben, erhielt ich gestern die Info der Bundesnetzagentur wie folgt: "Die Bundesnetzagentur weist darauf hin, dass Ladepunkte in Carports, Garageneinfahrten oder auf sonstigen Parkflächen von Privatpersonen (natürlichen Personen) grundsätzlich keine öffentlich zugänglichen Ladepunkte sind. Um einen Ladepunkt auf privatem Grund öffentlich zugänglich zu betreiben, sind alle Anforderungen der LSV umzusetzen. Hierzu zählt auch, dass der Ladepunkt für einen ausreichend langen Zeitraum zur Verfügung gestellt wird, um den Zweck einer öffentlichen Ladeeinrichtung erfüllen zu können." Wie geht es weiter? Macht es Sinn, wie von der Bundesnetzagentur vorgeschlagen, einen einen zweiten überarbeiteten Antrag zu stellen?

  • Stefan Schulze
  • etwa ein Monat

Ich habe meine Wallbox bei der BNA angemeldet und bekam heute eine E-Mail mit einer Nachricht die die Stellungnahme enthielt und die BNA anzweifelt, dass meine Wallbox der LSV entspricht. Dabei ist diese Wallbox öffentlich zugänglich etc. Sollte ich den Antrag einfach nochmal an die BNA senden ?

  • Stefanie Göbel
  • etwa ein Monat

Ich habe nun die Anmeldung bei der Bundesnetzagentur trotzdem probiert, gerne würde ich auch meinen Nachbarn meine Ladesäule zur Verfügung stellen. Eigentlich sehe ich in der Stellungnahme der BNA keinen driftigen Rechtsgrund...